Nationalpark El Palmar

Parque Nacional El PalmarNach der ersten einsamen und kalten Nacht sind wir ca. 170km weiter Richtung Norden zum Nationalpark El Palmar gefahren. Dieser Nationalpark widmet sich der Erhaltung der ursprünglichen Palmen in diesem Gebiet und liegt direkt am Rio Uruguay. Der Rio Uruguay bildet von Buenos Aires bis rauf nach Brasilien sowohl die natürliche und auch Landesgrenze zwischen Argentinien und Uruguay. Wenn man den Palmenwald im Nationalpark El Palmar sieht, und sich vorstellt das früher diese Gegend durchgängig so bewachsen war, dann versteht man warum dieser Nationalpark entstand. Leider sieht man vorher und nachher wirklich kaum noch Palmen auf argentinischer Seite des Rio Uruguay.

Parque Nacional El PalmarInnerhalb des Nationalparks gibt es einen Campingplatz der ganzjährig geöffnet hat und auch in der jetzigen Nebensaison gab es für uns erstmalig Abends warmes Wasser zum Duschen. Auch dieser Campingplatz ist wieder riesig und ist für die argentinischen Grillfeste in der Saison bestens ausgerüstet. Zu dieser Zeit war der Platz natürlich nur äußerst dünn besetzt und wir zählten neben uns nur ganze 2 andere argentinische Camper die, trotz der nächtlichen Kälte, nur mit Zelt unterwegs waren. Aber es wird langsam wärmer. Tagsüber sind es in der Sonne schon mal 18 Grad und die Nächte sind mit 6,5 Grad auch nicht mehr ganz so lausig kalt.

Die Sonnenuntergänge, an den beiden Tagen die wir hier blieben, tauchten den Fluß und die gegenüberliegende uruguayische Uferseite in schönstes Abendrot und waren unser Augenschmaus am Abend.

Sonnenuntergang am Rio Urugay im Parque Nacional El PalmarSonnenuntergang am Rio Urugay im Parque Nacional El Palmar

Parque Nacional El Palmar- Frech wie RabenAuch entdeckten wir hier die ersten für uns exotischen Tiere… Zuerst fielen natürlich die schönen blau-schwarz/gelb gefärbten Vögel auf. Letztendlich sind es aber “nur” sowas wie die uns daheim bekannten Raben: Frech, räuberisch, neugierig und kaum scheu, und sie vertreiben die anderen Vögel aus dem Gebiet. Diese frechen Gesellen sind typische Müllbeutelräuber aber haben trotzdem, oder wohl gerade deshalb, als Erstes unser Interesse erweckt. Später auf der Reise konnten wir sie immer wieder entdecken und deren wirkliches Naturell natürlich dann auch besser einschätzen :-)

Auf unserer Wanderung durch den Nationalpark, der aber sonst wohl eher von den Argentinos nur durchfahren wird, bekamen wir unser erstes Gürteltier zu sehen. Das erste gesichtete Gürteltier war schneller wieder im Busch verschwunden als es uns lieb war, aber später lief uns ein gar nicht scheues Tier wieder vor die Linse:

Parque Nacional El Palmar - GürteltierParque Nacional El Palmar - Gürteltier

Dagegen haben sich die von uns immer wieder gesichteten großen Raubvögel schön auf Distanz gehalten und sich damit der Dokumentation erfolgreich enthalten können. Der eine der sich uns mal auf wenige Meter näherte war schneller wieder weg als ich die Kamera bereit hatte…

Aber dafür sind uns, als auch nachtaktive Menschen, die nachtaktiven “Vizcachera” genannten Tiere nicht entkommen. Kurz nach der Dämmerung kommen diese, ca. 45cm langen, Tiere aus ihren Erdbauten und veranstalten ein enormes akustisches Spektakel dabei. Deren Geräusche sind abwechselnd wie ein Grunzen, Würgen, Fauchen und Schnattern zu beschreiben. Sie rannten und hoppelten auf dem Campingplatz nachts direkt um uns herum. Ihre Erdbauten sind dort zwar deutlich gekennzeichnet, aber am Tag kann man sich nicht vorstellen was diese Tiere in der Nacht so an Spektakel veranstalten.

Nachtaktive Vizcachera im Camping El PalmarNachtaktive Vizcachera im Camping El Palmar

So waren diese zwei Tage in El Palmar ein richtig schöner Einstieg in die Reise und lassen uns die immer noch kühlen Nächte vergessen…

Durchfahrt im Parque Nacional El PalmarRio Uruguay beim Parque Nacional El Palmar

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